Der Mieter in Berlin zahlt die Miete nicht in der vereinbarten Höhe......

Hat die Mietsache zur Zeit der Überlassung and den Mieter einen Mangel, der ihre Tauglichkeit zum vertragsgemäßen  Gebrauch aufhebt, oder entsteht während der Mietzeit ein solcher Mangel, so ist der Mieter für die Zeit, in der die Tauglichkeit  aufgehoben ist, von der Entrichtung der Miete befreit.

Für die Zeit, während der die Tauglichkeit gemindert ist, hat er nur eine angemessen herabgesetzte Miete zu entrichten. Eine unerhebliche Mietminderung bleibt außer Betracht.

 

Die Mietsache ist mit einem Mangel behaftet, wenn der tatsächliche Zustand der Mietsache von dem vertraglich vereinbarten Zustand zu Ungunsten des Mieters abweicht.

 

Weder der Mieter noch der Vermieter müssen von dem Mangel der Mietsache Kenntnis haben. Das Recht zur Minderung ist vielmehr automatisch mit Eintreten des Mangels gegeben. Es muss nicht ausdrücklich geltend gemacht werden. Die Geltendmachung des Minderungsrechts kommt daher auch für die Vergangenheit in Betracht.

 

Der Mieter ist aber verpflichtet, den Vermieter vom Mangel unverzüglich in Kenntnis zu setzen, damit der Vermieter den Mangel beseitigen kann. Andernfalls macht sich der Mieter schadenersatzpflichtig und verliert das Minderungsrecht.

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